Der Lernzirkel zum Thema Symmetrie ist als Stationenlernen mit 7 Stationen angelegt. Nach Station 4 schreiben die Kinder einen Zwischentest (Zeitpunkt frei wählbar, 30 Minuten). Der Test findet im Klassenraum statt, während die übrigen Schüler:innen weiterarbeiten (Vertrauen statt Kontrolle). Bei gutem Ergebnis geht es mit Station 5 weiter, andernfalls werden Stationen 1–4 wiederholt. Für leistungsstarke Schüler:innen gibt es „Mathe-Profi“-Aufgaben.
Zusätzlich wurden Klassenarbeiten schrittweise weiterentwickelt:
1. Arbeit (mehrphasig):
- Pinboard in Gruppenarbeit, Hilfsmittel erlaubt (35 Min., mitbewertet)
- Testtalk zu AB3-Aufgaben, ohne Hilfsmittel (10 Min.)
- Einzelarbeit mit Pinboard und AB3-Aufgaben (45 Min.)
Rückmeldungen der Schüler:innen: Stress durch Benotung/Unvollständigkeit des Pinboards; Testtalk wirkt entlastend (Zeit zu kurz); Format insgesamt zu lang → Konzentrationsprobleme. Notendurchschnitt blieb vergleichbar, AB1 wurde reduziert, AB3 erhöht.
2. Arbeit (angepasst):
- Pinboard als Hausaufgabe, keine Benotung
- 30 Min. Austausch vor der Arbeit
- Testtalk ohne Hilfsmittel (15 Min.), kurzer Spaziergang (5 Min.)
- Einzelarbeit mit Pinboard (45 Min. + Zeitpuffer)
Die Rückmeldungen waren noch positiver (weniger Zeitstress), gleichzeitig wurde der Anspruch als höher eingeschätzt.
Weitere Modifikation: Lernplakate wurden in Gruppen erstellt, gemeinsam korrigiert und aufgehängt. Die Arbeit startet mit einem Gruppenpuzzle (AB3, 20 % der Punkte), danach folgt nach einem kurzen Spaziergang eine kurze Einzelarbeit, bei der die Lernplakate genutzt werden dürfen.
Eingebundene Kompetenzen (4K) im Projekt

Kritisches Denken
Die unter dem Punkt Kreativität angesprochenen gemeinsamen Lösungsansätze werden von der Gruppe kritisch analysiert und beurteilt. Die Gruppe einigt sich auf die beste Lösungsstrategie und setzt diese dann um.

Kommunikation
In den Gruppenarbeitsphasen der Klassenarbeit (Erstellung eines Pinboards bzw. Erarbeitung der Aufgaben im AB 3 im Gruppenpuzzle) erfordern die Fähigkeit, Gedanken, Ideen und Informationen in der Gruppe zu präsentieren.

Kollaboration
In den oben genannten Gruppenarbeitspahsen wird gemeinsam diskutiert, welche Aspekte für die Pinboards am wichtigsten sind. Diese werden gemeinsam in ko-konstruktiver Arbeit erstellt. Auch die gemeinsame Problemlösung wird in der Bearbeitung der AB 3 – Aufgaben im Gruppenpuzzle gestärkt.

Kreativität
In den Pinboards und Lernplakaten werden wenig Vorgaben gemacht. Die SuS dürfen originelle Ideen generieren und umsetzen. In den Testtalks bzw. der Bearbeitung von Problemlöseaufgaben in Gruppenarbeit werden gemeinsam kreative Lösungsansätzen gesucht.
Prüfungsformat(e)
1.Prüfungsformat: Es wurden Arbeiten mit mehreren Phase geschrieben: 1.Arbeit: * Erstellung eines Pinboards in Gruppenarbeit ? alle Hilfsmittel erlaubt (35 Minuten) * Testtalk über Aufgaben mit Anforderungsbereich 3 (AB3) ? Projektion an der Tafel, keine Hilfsmittel erlaubt (10 Minuten) * Klassenarbeit in Einzelarbeit mit Pinboard aus Phase 1 (wird mitbenotet) und AB 3 ? Aufgaben aus Phase 2 (45 Minuten) Die Arbeit wurde mit den SuS reflektiert mit folgenden Rückmeldungen der SuS: * Angst wegen fehlender Vollständigkeit des Pinboards (Benotung erzeugt Stress) * Testtalk wird sehr stressmindernd wahrgenommen ? geringe Zeit wird bemängelt * Konzentrationsschwierigkeiten während der Arbeit, da Prüfungsformat zu lang * SuS sind zufriedener (Der Notendruchschnitt unterscheidet sich nicht von den Arbeiten, die im Vorfeld in der Lerngruppe geschreiben wurden). Dabei wurden die Aufgaben im AB 1 reduziert und im AB 3 erhöht.
Danach wurde für die 2. Arbeit das Format mit Wünschen der SuS angepasst: * Auslagerung des Pinboards: SuS erstellen das Pinboard als Hausaufgabe * SuS bekommen in der Stunde vor der Arbeit 30 Minuten Zeit, sich mit Pinboard auszutauschen (keine Benotung der Pinboards) * Arbeit beginnt mit Testtalk ohne Hilfsmittel (15 Minuten) * Anschließend Spaziergang auf dem Schulhof (5 Minuten) * Schreiben der Mathearbeit in Einzelarbeit mit Pinboard etc. (45 Minuten mit Zeitpuffer) Die Rückmeldungen der SuS waren nach der zweiten Arbeit noch positiver, weil die Arbeit zeitlich als nicht so stressig empfunden wurde. Der Anspruch der Arbeit wurde aber als höher eingeschätzt. Gemeinsam mit den SuS haben wir diese Prüfung noch weiter modifiziert: * Im Vorfeld wurden in Gruppenarbeit Lernplakate erstellt, die mit allen SuS korrigiert und in der Klasse aufgehangen wurden. * Die Arbeit startet mit einem Gruppenpuzzel, in dem die Aufgaben im Anforderungsbereich 3 in Gruppenarbeit bearbeitet werden. Diese machen 20% der Gesamtpunkte aus. Nach einem kleinen Spatziergang auf dem Pausenhof wird eine kurze Arbeit in Einzelarbeit geschreiben, in der auf die Lernplakate zurückgegriffen werden kann. 2. Prüfungsvormat: Der Lernzirkel zum Thema Symmetrie besteht aus einem Stationenlernen mit insgesamt 7 Stationen. Nach der 4. Station schreiben die Kinder ein Zwischentest. Der Zeitpunkt ist frei wählbar ? es müssen 30 Minuten zur Verfügung stehen. Test wird in der Klasse geschrieben, während die anderen SuS arbeiten (Vertrauen statt Kontrolle). Wenn der Test gut ausfällt, wird an Station 5 weitergearbeitet, sonst werden Stationen 1-4 wiederholt. Für leistungsstarke Schüler:innen gibt es ?Mathe-Profi?-Aufgaben.
Eingebundene Kompetenzen (4K) in den Prüfungen

Kritisches Denken

Kommunikation

Kollaboration

Kreativität
Formatspinne
Prüfungsformat 1
(1. Arbeit mit mehreren Phasen)
Prüfungsformat 2
(2. Arbeit mit mehreren Phasen)
Bitte beschreibe deine Beobachtungen, ob und inwiefern dein Projekt zum Erwerb der 4K bei deinen Schüler*innen beigetragen hat.
Die Schüler:innen arbeiten seit dem Projekt intensiver zusammen, tauschen sich bezüglich ihrer Lösungsansätze aus und reflektieren ihre Ergebnisse kritischer. Sie geben von sich aus Vorschläge, wie man die Mathearbeiten besser gestalten kann, sodass sie mehr von den Prüfungen haben. Sie verbessern gegenseitige ihre Lernprodukte, ohne dabei persönliche Kritik auszuüben. Sie geben Vorschläge über Projekte, die man machen könnte: Drehen von Lernvideos im Stil von ‚Lehrer Schmitd‘ oder anfertigen von Potcasts.
… in Bezug auf die Unterrichtsgestaltung
Ich werde eine der beiden Lerngruppen im kommenden Jahr behalten. Dann werden die SuS mit iPads ausgestattet. Dann wird es einfacher sein, den Fokus auf digitale Techniken zur Kommunikation und Präsentation zu legen. Auch die Nutzen von KI kann dann im Unterricht einfacher erfolgen. Unsere Schule nimmt auch an KIMADU teil. Eine Kooperation der Lehrkräfte kann ihr sehr gewinnbringend sein.
… in Bezug auf das Prüfungsformat
Die oben beschriebene Nutzung der iPads soll auch in Prüfungsformaten mehr dititale Hilfsmittel und Lernprodukte ermöglichen.
Schule: Hans-Ehrenberg-Schule Bielefeld
Ansprechpartner: Dirk Werner, werner@hes.schule
