Es war ungewohnt (aber angenehm) in einer Klausur mal das zeigen zu können, was wir auch so im Unterricht machen und zeigen.

Schülerin, 11. Klasse
Projektarbeit

David Tepaße

Informatik: Programmierprojekt in verschiedenen Ausprägungen mit individuellen Schwerpunkten

Die Projektarbeit war die erste schriftliche Leistungsüberprüfung eines Informatik Grundkurses in der Q1.2 und führte - nachdem der Kurs zuvor im Themenbereich der theoretischen Informatik unterwegs war - hin zum Bereich der dynamischen Datenstrukturen (linear und nicht-linear). Die Idee war, dass die Schüler*innen sich damit selbstgesteuert wieder in die Inhalte der EF/10 einarbeiten und gut vorbereitet für die nächste Unterrichtsreihe sind.

Unterrichtsvorhaben

Die Schüler*innen hatten die Wahl zwischen verschiedenen Projekten und Ansätzen. So gab es z.B. ein Projekt Minesweeper, bei dem der Fokus zum einen auf einer Modellierung der Anwendung an sich und zum anderen auf der verwendeten Datenstruktur (hier naheliegend: ein 2dim-Array) lag. Zum anderen gab es z.B. ein Projekt wie Superbrain, bei dem eine Modellierung und eine rudimentäre Implementation schon vorlag (als BlueJ Projekt) und die Aufgabe darin lag, eine Optimierung vorzunehmen. Dabei musste der Algorithmus von Brainless verstanden (Umgang mit einem Array) und optimiert werden (Ausschluss von Teilern, Primzahlen). Neben der Implementation musste der Quellcode gut dokumentiert (JavaDoc) und eine Reflexion zum Projekt mit einer Beschreibung der Vorgehensweise eingereicht werden.

Die Projektarbeit wurde durch Beratungsgespräche zu dem jeweilig gewählten Projekt begleitet. Es gab für alle Schreiber*innen ein individuelles Projekt - hier werden beispielhaft zwei Projekte vorgestellt.

Die beiden oben beschriebenen Projektvorlagen sind hier zu finden:

Formatreflexion

Raum

festgelegt
frei wählbar

Die Schüler*innen hatten die Möglichkeit an dem Projekt zu Hause zu arbeiten, konnten jedoch zwecks besserer Arbeitsbedingungen (WLAN, konzentrierte Arbeitsatmosphäre) einen “study room” (hier Selbstlernzentrum) in der Schule buchen. (Kein*e Schüler*in hat das Angebot wahrgenommen.)

Zeit

festgelegt
entgrenzt

Für dieses Projekt hatten die Schüler*innen zwei Wochen Zeit. Es gab eine gemeinsame (noch präsentische) Sitzung, in der wir die Rahmenbedingungen besprochen und die Projekte verteilt haben. Danach haben alle selbstgesteuert in ihrem Tempo gearbeitet (bei einer Reflexion wurde deutlich, dass es eine “Nacht- und Nebel-Aktion” war).

Material

vorgegeben
frei wählbar

Die Projekte hatten unterschiedliche Schwerpunkte und demnach auch unterschiedliche Materialien. Bei einigen (z.B. Minesweeper) gab es nur das Skizzenblatt. Bei anderen (z.B. Superbrain) lag eine anfängliche Implementation vor.

Aufgaben

geschlossen
offen

Der Rahmen der Projekte war vorgegeben, ließ jedoch viele verschiedene Möglichkeiten zu. So wurde z.B. bei dem Minesweeper-Projekt nicht nur die Datenstruktur und die Modellierung von dem Schüler entwickelt, sondern auch noch eine passende Oberfläche, mit der das Spiel spielbar wurde.

Hilfsmittel

keine
freie Wahl

Die Schüler*innen konnten während der Projektarbeit auf alle Materialien (analog und digital) zugreifen. Gerade die Internetrecherche bei Seiten wie z.B. Stackoverflow bietet den Schüler*innen viele Möglichkeiten, ihr Wissen zu vertiefen und ihr Projekt zu verfeinern.

Sozialform

einzeln
zusammen

Die Klausur war auch durch die Individualisierung der Projektarbeiten als Einzelarbeit angelegt. Es gab aber - und das zeigte die Reflexion - auch Kontakte und Hilfen untereinander. Das ist von mir auch so intendiert gewesen. Eine eigenständige Auseinandersetzung ist durch die individualisierten Bausteine (Reflexion, Kommentare etc.) immer gegeben.

Produkt

handschriftlich
multimodal

Dieser Punkt ist in der Informatik - vor allem wenn es um Projektarbeiten geht - eindeutig. Die Schüler*innen arbeiten an ihren Rechnern und nutzen alle dort verfügbaren Informationen.

Feedback

summativ
formativ

Der Projektarbeit waren individuelle Beratungsgespräche im Unterricht (präsentisch) vorgelagert. Während der Arbeitsphase gab es individualisiertes Feedback. Zu ihrer am Ende angefertigten Reflexion und dem Projekt selbst erhielten die Schüler*innen ein Feedback.

Reflexion einer Schülerin